Filzschule

Seit 2008 gibt es die Filzschule Oberrot und die Fortbildung „Fit in Filz“.
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen das Fortbildungsangebot rund um das Thema Filz vor. Dieses innovative Weiterbildungskonzept gibt Ihnen die Möglichkeit, eine fachlich fundierte Zusatzqualifikation zum Filzgestalter / zur Filzgestalterin zu erlangen.

Neben der Fortbildung bietet Wollknoll jährlich ein breites Spektrum an Kursen zu verschiedenen kreativen Techniken an. Mehr Infos hierzu unter Kurse oder lassen Sie sich direkt inspirieren beim Blick in unser Kursprogramm.


––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Die Fortbildung „Fit in Filz“

Ausbildungsziel

Das Programm „Fit in Filz“ vermittelt fundiertes technisches Filzwissen, zusammen mit künstlerischen Elementen der Gestaltung, für eine erfolgreich kreative Praxis des Filzens. Theoretische sowie praktisch-handwerkliche Kurseinheiten finden im Wechsel statt und führen die TeilnehmerInnen hin zu einem individuell konzipierten Abschlussprojekt.

Ausbildungskonzept

Der „Fit-in-Filz“-Unterricht erstreckt sich je nach Wunsch über zwei oder drei Jahre und verteilt sich auf sechs einzelne Wochen-Kursblöcke von jeweils sechs Tagen. Nach jedem Kursblock setzen die TeilnehmerInnen als Hausarbeit eine eigene praktische Arbeit mit Dokumentation zu einem vorgegebenen Thema um. Diese Hausarbeiten werden jeweils zu Beginn des folgenden Blocks vorgestellt.

Die Grundausbildung umfasst Kursblöcke 1 bis 3, das anschließende Fachstudium die Blöcke 4 bis 6. Block 6 bietet die Möglichkeit zur Reflexion der Kursinhalte, das Vorarbeiten zur Abschlussarbeit und die gemeinsame Planung individueller Ziele.

Abschluss mit Zertifikat

Die „Fit-in-Filz“-Fortbildung wird mit einer Abschlussarbeit beendet: „Mein eigener Weg im Filz – ein individuelles Filzprojekt“. Die entstandenen Arbeiten werden in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Die erfolgreiche Teilnahme an allen Kursblöcken, die vollständigen Hausarbeiten mit Dokumentationen und die öffentlich präsentierte Abschlussarbeit führen zum Erhalt des „Filzgestalter/in“-Zertifikats der Filzschule Oberrot.

Interesse geweckt?

Ihre Ansprechpartnerinnen für alle Fragen rund um die Ausbildung sowie Anmeldung:

Sonja Fritz und Marion Bader
Tel. +49 (0) 79 77 / 91 02 93
E-Mail: fritz@wollknoll.de

Mit Klick auf das Bild können Sie unsere „Fit-in-Filz“-Infobroschüre herunterladen.
Gerne senden wir Ihnen auch ein Exemplar per Post zu. Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail.


––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Das Fit-in-Filz-Team & die Fit-in-Filz-Dozentinnen

Sonja Fritz
Die Wollknoll GmbH ist der Familienbetrieb von Sonja und Bernd Fritz in Oberrot-Neuhausen bei Schwäbisch Hall. Wollknoll verarbeitet seit 1993 Wolle und bietet ein umfassendes Programm an unterschiedlichen Wollsorten, Strickwolle, Stoffen, Werkzeugen und Zubehör an. Durch den täglichen Umgang mit Wolle und Wollprodukten hat sich ein großer Erfahrungsschatz angesammelt, der von den Wollknoll-MitarbeiterInnen in telefonischen und persönlichen Beratungsgesprächen gerne an Interessierte weitergeben wird. Die Idee auch Kurse – schwerpuntmäßig zum Filzen, aber auch weiteren kreativen Techniken wie Spinnen und Färben – anzubieten, lag somit auf der Hand. Ausgehend davon entstand 2008 die Fortbildung „Fit in Filz“, die von Wollknoll organisiert, beherbergt und betreut wird.

Inge Bauer
Inge Bauer machte sich 1978 als freischaffende Textilkünstlerin und Sozialpädagogin selbstständig. Seither liegt es ihr besonders am Herzen, ihren KursteilnehmerInnen Freiräume für die eigene Kreativität anzubieten sowie sie mit ihrer langjährigen Erfahrung zu unterstützen. Ihr persönliches Arbeiten mit Filz entwickelte sich vor dem traditionellen Hintergrund, den sie auf Studienreisen, zum Beispiel in die Mongolei, erlebt hat. Ihr Schwerpunkt liegt bei der Herstellung von hauchfeinen federleichten Filzen für Kleidung und Accessoires. 2010 erschien ihr Galerie-Buch „An-Gewand-T“ (MaroVerlag). 

Gabriele Breuer
Von Beruf ursprünglich Apothekerin, arbeitet und unterrichtet Gabriele Breuer seit vielen Jahren als Quereinsteigerin im textilen Bereich. Es ist ihr ein Anliegen, ein textiles Produkt auf allen Stufen der Herstellung gestalten zu können, und so stellt – neben Spinnkursen, Garngestaltung und Webausbildung – das Färben einen Schwerpunkt ihrer Lehrtätigkeit dar. Ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet fasste sie in ihrem Buch „1000 Farben auf Wolle und Seide“ (MaroVerlag) zusammen. Im Rahmen der Filzausbildung vermittelt sie technische Sicherheit im Färben der Ausgangsmaterialien und gibt Anregungen zur Farbgestaltung, die über das kommerzielle Farbangebot hinausgehen.

Ursula Eichenberger
Schon in ihrer Jugend hat Ursula Eichenberger für sich Kleider genäht und gestrickt. In einer 3-jährigen Gestaltungsausbildung im Kunstbereich lernte sie viel über Gestaltung, Farben und Formen. Die erste Berührung mit dem Werkstoff Filz erfolgte vor etwa 14 Jahren. Zu spüren und zu erarbeiten, wie aus Kammzug oder Vlieswolle ein Hut, eine Tasche oder eine Schale entsteht, faszinierte sie nachhaltig. Von 2008 bis 2010 absolvierte sie die Filzausbildung bei Zürcher & Stalder in Kirchberg. Bei verschiedenen Filzkünstlerinnen konnte sie im Rahmen von Workshops ihr Wissen erweitern. In der eigenen Werkstatt werden Ideen umgesetzt, Versuche gemacht und Filzinteressierte bei der Entstehung eines eigenen Werkes begleitet. 

Heidi Greb
Nach einer Schneiderlehre kam Heidi Greb 1996 durch ihr Modedesignstudium an der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg auf das Filzen. Sie lernte das Handwerk im Rahmen eines Austauschsemesters in Finnland und entwickelte ihre eigene Filztechnik für Bekleidung. Interessant war dabei für sie die Möglichkeit, Kleidung rein handgefilzt, quasi „nahtlos“ von Anfang bis Ende selbst herzustellen, so auch 1998 für ihre Diplomarbeit. Seitdem ist sie selbständig mit „Filz-Kleider-Kunst“, nimmt an Ausstellungen teil, fertigt Aufträge und leitet Filzkurse an. Mit ihren außergewöhnlichen Kleidungsstücken gewann sie einige Preise. Nach vielen Experimenten fand sie zurück zur „Quelle“, dem Schaf, und filzt mit Rohwolle.

Lyda Rump
Nach einer fundierten Textilausbildung und Fortbildungen bei verschiedenen internationalen KünstlerInnen entwickelte Lyda Rump ihren eigenen Stil als Textilkünstlerin. Inspiriert durch die Natur und ihr Interesse an Schafen untersuchte sie die Wolle der in den Niederlanden vorkommenden Schafrassen auf ihre Verarbeitungsqualität hin. Besonders interessierte sie dabei die Filzeigenschaften. Diese „Filz-Grundlagenforschung“ bringt sie immer wieder in ihre Kunst ein. Heute gibt sie als erfahrene Dozentin ihr fundiertes Wissen weiter. Lyda Rumps gefilzte Arbeiten bekommen oft durch zusätzliche Materialien wie Seide, Viskose, Polyester, Holz, Stein oder Glas ihren individuellen Charakter. 

Beatriz Schaaf-Giesser
Beatriz Schaaf-Giesser ließ sich nach dem BWL-Studium zur Handweberin ausbilden und schloss ihr Textildesignstudium mit Diplom ab. Seit 1994 verlagerte sich der Schwerpunkt ihres Schaffens kontinuierlich weg von Auftragsarbeiten für die Industrie hin zu freien, künstlerischen Arbeiten. Ausstellungen, regelmäßige Workshops und Seminare im In- und Ausland, verschiedene Veröffentlichungen und internationale Preise dokumentieren die künstlerische Entwicklung der Designerin. Sie verwendet Materialien wie Wolle, Stoff, Haare und gebundenes Zeitungspapier, die sie durch filzen, färben und schichten neu zusammensetzt und interpretiert. Filzskulpturen und Wandreliefs gehören zu ihren Arbeiten.

Beate Bossert
Bereits während eines sonderpädagogischen Studiums mit Fachrichtung Kunst vertiefte Beate Bossert ihre Kenntnisse in textilen Techniken und begegnete 1990 dem Werkstoff Filz, dem sie sich seit 1992 im eigenen Atelier widmet. Sie ist als Dozentin für Filzkunst international gefragt; ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Besonderes Anliegen ist ihr, die Begeisterung für die vielfältigen Möglichkeiten, die der Filz zu bieten hat, weiterzugeben. Begeisterung für ein immer wieder neues Einlassen auf die Begegnung mit dem Objekt, mit der Faser, mit dem Experiment und der eigenen Kreativität.
Sie engagierte sich darüber hinaus besonders für die Vernetzung der FilzerInnen in Deutschland, gründete 1999 die Zeitschrift „verFilzt und zugeNäht – FUN“, die sie bis 2006 als Chefredakteurin herausgab und war 2005 Gründungsmitglied von „Filznetzwerk e.V.“. Sie veröffentlichte Broschüren zum Nadelfilzen und gab im Eigenverlag ihr umfassendes Buch „Felt Challenges – Herausforderung Filz“ (2013) heraus.